| Praxisphilosophie
"Über Nacht weise, glücklich und gesund zu werden,
ist noch keinem gelungen.
Aber jeden Tag einen Schritt weiter zu kommen,
ist ein schönes Ziel."
Mein Wunsch ist es, "die verschiedenen Welten" der Medizin zu verbinden.
Das Bekannte mit dem Unbekannten, das Bewährte mit dem Neuen, einzelne Teile zu einem Ganzen.
Es wird immer Erkrankungen geben, die eine Operation erfordern, die ein Antibiotikum oder andere Pharmazeutika benötigen, welche man durch immer neue medizinische Forschungserrungenschaften positiv beeinflussen oder heilen kann, die akut nur mit modernster Notfallmedizin und -technologie zu beherrschen sind..
Trotzdem sollte man bereit sein, Bestehendes zu hinterfragen, sollte Widersprüche nicht einfach akzeptieren, sollte neuen Wegen und Denkweisen offen gegenüberstehen. Dadurch erweitert sich sowohl das Wissen, als auch das Bewusstsein, und wird ergänzt.
"Heilen" kann man auf vielfältige Weise. Dazu gehört, sein Gegenüber ernst zu nehmen und ihm Achtsamkeit und Präsenz zu widmen. Für mich steht in erster Linie der Mensch im Mittelpunkt des Geschehens. Für jeden einzelnen gibt es seine individuelle Lösung, man muss sie nur finden.
Auch wenn Weisheit, Glück und Gesundheit nicht über Nacht gelingen, so freue ich mich, mit Ihnen gemeinsam Schritt für Schritt zum Ziel voran zu gehen.
Die Therapie
Grundlage stellt das Behandlungskonzept von Walter Packi, Facharzt für Allgemeinmedizin dar. Er hat die Theorie der Biokinematik mit Ihren physikalischen Gesetzen und der dazugehörigen Mathematik entwickelt und die entsprechenden Behandlungsmethoden erstellt.
Ausgangspunkt war die Frage nach Ursache und Entstehung von Schmerz. Diese Frage konnte die medizinische Forschung bis lang nicht vollständig klären. Es findet sich weiterhin die beschreibende Definition, erstellt von der "International Association for the Study of Pain ( IASP)":
"Schmerz ist ein unangenehmes Sinnes- und Gefühlserlebnis, welches mit aktueller oder potentieller Gewebsschädigung verknüpft ist oder mit den Begriffen einer solchen Schädigung beschrieben wird."
Das therapeutische Vorgehen beim Symptom Schmerz ist uneinheitlich. Der Schmerz wird in der Regel Strukturen (Gelenke, Nerven, Muskeln, Organe) zugeordnet. Die Behandlung richtet sich ebenfalls nach Lokalisation und Struktur, kann medikamentös, mit krankengymnastischen Maßnahmen, operativen Eingriffen und zur Unterstützung oder grundsätzlich auch von psychischer Seite angegangen werden. Damit kann man sehr wohl bis zu einem gewissen Maß helfen und Linderung oder auch Heilung verschaffen.
Immer wieder wird aber mit den üblichen diagnostischen Mitteln kein oder kein eindeutiger der aktuellen Lehrmeinung entsprechender Grund gefunden, der die Symptome verursacht, oder die bekannten therapeutischen Mittel aller Fachbereiche sind ausgeschöpft. Für den Patienten bedeutet dies oft eine Odyssee bei verschiedensten Fachärzten und Spezialisten, mit noch unterschiedlicheren Meinungen und Ansätzen, reichlich Untersuchungen, viele Medikamente, möglicherweise Operationen. Bei weiter anhaltenden Beschwerden kommt eine massive Einschränkung der Lebensqualität hinzu. In der Folge wird die psychische Belastung nicht ausbleiben, denn Schmerz zermürbt, macht Angst und hilflos, wenn man keinen Ausweg sieht.
Die Biokinematik folgt einem komplett anderen, neuen, aber absolut logischen Denksystem mit einer einheitlichen Theorie bezüglich der Schmerzentstehung. Sie geht primär von Funktionsstörungen aus, erst in der Folge sind Gewebsschäden möglich. Funktionen kann man ändern, bei aktiven Strukturen, wie z.B. der Muskulatur. Auch andere Gewebe im menschlichen Körper sind regenerierfähig, solange noch Zellen davon erhalten sind, um sich zu vermehren (z. B. Knorpel). Man muss allerdings die Bedingungen entsprechend so verändern, dass die natürliche Situation sich wieder aufbauen kann.
Zunächst die Feststellung, dass Schmerz in Zusammenhang mit Bewegung und Bewusstsein steht. Weitere Grundlagen sind die Gesetzmäßigkeiten des Körpers, sowie eine klar definierte Geometrie und Bewegungsmechanik, die dem Menschen ermöglichen, sich vielseitig zu bewegen und zu arbeiten. Beteiligt an Bewegungen, sind vor allem Muskeln, Bänder, Knochen und Gelenke. Damit eine Bewegung stattfinden kann, muss zunächst eine Kraft vorhanden sein. Welche Bewegungsbahn und wie das Zusammenwirken verschiedener Bewegungen in einem System dann abläuft, wird mittels der Kinematik beschrieben. Sie ein Teil der Physik, der sich mit den Gesetzen der Bewegung innerhalb eines Systems beschäftigt, unabhängig von den die Bewegung verursachenden Kräften.
Wird die Bewegungsgeometrie des Körpers gestört, hat dies Einfluss auf den Bewegungsablauf. Die Funktion wird dadurch behindert, bestimmte Bewegungen können nicht mehr oder nicht mehr komplett durchgeführt werden. Die Wahrnehmung dieser Störung erfolgt unter anderem als Schmerz. Der Körper arbeitet mit den Teilen, die er wahrnehmen kann, also jene die aktiv sein können, nur dort spürt er auch den Schmerz. Die Bereiche, die in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sind, fallen aus der Wahrnehmung raus. Folglich ist der Ort, an dem es schmerzt, nicht der Ort, an dem sich die Störung befindet. Sie stehen funktionell in Zusammenhang, sind aber nicht identisch. Das ist wichtig für die Therapie wichtig zu wissen. (siehe auch Rubrik Körperfunktionen und Schmerz)
Mit der Behandlung muss nun also die Funktion des gestörten Bereiches wiederhergestellt werden. Ist die Ursache korrigiert, normalisiert sich die Bewegung, der Schmerz verschwindet.
Wie wird therapiert?
Es gibt einmal die Möglichkeit, lokal Störungen/Spannungen, direkt an Mechanorezeptoren, wie Packi sie nennt, anzugehen. Sie steuern die Mechanik (Spannung, Länge, etc) des Muskels und befinden sich entweder an Ansatz oder Ursprung jeden Muskels. Durch eine spezifische manuelle Drucktechnik kann der Mechanorezeptor stimuliert werden, dadurch reguliert die Faser Ihren Regelkreis neu, gibt Spannung nach und eine Beweglichkeitsänderung tritt ein. Alternativ kann auch ein chemischer Reiz eingesetzt werden mittels Injektion (Scandicain 1%) am jeweiligen Muskel, was am Rezeptor, ebenfalls eine Umregulierung hervorruft.
Weitere und durchaus wichtige Möglichkeit ist das Umtrainieren des Körpers, d.h. ein Beweglichkeitstraining. Das geht nur durch Eigenaktivität. Mit passiven Maßnahmen, wie "Ziehen" am Muskel (Dehnen) ändert sich ein Muskel nicht, genau so wenig, wenn der Patient nur "an sich arbeiten lässt" und selbst nichts selbst tut. Mit spezifischen Übungsmaßnahmen wird einerseits die Umregulierung des Muskels stimuliert, durch die aktiven Impulse ein Längenwachstum eingeleitet, und somit die Bewegungsmechanik korrigiert. Der Patient soll die Eigenwahrnehmung wieder lernen, dort wo sie eingeschränkt oder verloren gegangen ist. Denn nur wenn er sich, bzw. seinen Körper wahrnimmt, kann er ihn richtig benutzen.
Um das zu lernen und umzusetzen, braucht man Hilfe durch den Arzt/Therapeuten. Er führt durch die Übung, den Schmerz, leitet an und sollte den Patienten auch psychologisch führen können. Der Patient lernt hierbei Grundlagen der Muskelarbeit und Bewegungsmechanik. Die Zusammenhänge sollte er kennen, wenn er sich selber helfen will. Denn die Übungsmaßnahmen sind die Schmerztherapie und sollten zu Hause fortgesetzt werden.
Körperfunktionen & Schmerz
Die Ursache des Schmerzes ist nie da, wo der Schmerz wahrgenommen wird.
Rückneigen im Stand
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Mit dieser Übung wird die Beweglichkeit der vorderen Becken- u. Beinmuskelkette trainiert, Schwerpunkt Musculus iliopsoas.
Der eine Teil, M. psoas, hat seinen Ursprung im Bereich der Lendenwirbel, der andere Teil, M. iliacus, sitzt an der Innenseite der Beckenschaufel, beide ziehen zum Oberschenkelknochen. Sie sind mit verantwortlich für Bewegungen des Beines und der unteren Wirbelsäule, besser bekannt als „Hüftbeuger“.
Gegenspieler sind die Rücken- u. Gesäßmuskulatur.
Einschränkungen der Funktion zeigen sich in einer verminderten Rückneigefähigkeit der Wirbelsäule in Bezug auf das Bein.
Das Bewegungsausmaß sollte mindestens 45° betragen.
Funktionsstörungen können z.B. zur Folge haben
- Schmerzen im „Kreuz“, untere Lendenwirbelsäule u. Gesäß (Gegenspieler)
- Schmerzen im vorderen Bein vom Oberschenkel bis Fuß, auch Symptome wie Kribbeln, Taubheit, gegebenenfalls auch Schwäche im Bein, typisch Fußheberschwäche (Muskelkette)
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Rückneigen im Kniestand
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Diese Übung dient ebenfalls zum Training der Beweglichkeit der vorderen Bein- u. Beckenmuskulatur mit gleichen Zielen wie im Stand.
Ein Schwerpunkt der Übung liegt hier jedoch unter anderem bei der vorderen Oberschenkelmuskulatur. Als Beispiel sei der Musculus quadriceps femoris genannt, der sich aus vier verschiedenen „Köpfen“ zusammensetzt.
Funktionsstörungen dieses Muskels können zu Knieschmerzen führen.
Der gerade Anteil, M. rectus femoris, zieht über zwei Gelenke. Er beginnt am Beckenknochen, zieht über das Knie, dort ist die Kniescheibe in seine Sehne eingebettet, zum Unterschenkelknochen.
- Typische Schmerzlokalisation bei Einschränkungen: direkt vorderes Knie, Kniescheibe
Innerer Anteil, M. vastus medialis, Ursprung und Ansatz am Oberschenkelknochen
- Mögliche Schmerzlokalisation: Außenseite Knie
Äußerer Anteil, M. vastus lateralis, ebenfalls nur am Oberschenkelknochen
- Mögliche Schmerzlokalisation: Innenseite Knie
Mittlerer Anteil, M. vastus intermedius, Ansatz u. Ursprung am Oberschenkelknochen
- Mögliche Schmerzlokalisation: meist vorderer Bereich und Innenseite Knie
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Steinübung aufrecht und nach vorne gebeugt
Mit dieser Übung wird die Beweglichkeit der hinteren Beinmuskelkette trainiert.
Beginnend von der Fußsohle aus, die über sehr viele Einzelmuskeln verfügt und den Schwerpunkt für die Übung darstellt. Wichtig die Plantarsehne, die fast die gesamte Sohle überzieht. Dann weiter über Waden-, hintere Oberschenkel- u. auch Gesäßmuskulatur.
Beugung der Wirbelsäule und des Beckens in Bezug auf das Bein nach vorne sollte wünschenswerterweise bei 80-90° liegen.
Funktionsstörungen, also Spannungen/ Verkürzungen hier können sich ganz vielfältig äußern.
- Schmerzen Zehen u. Fußrücken
- Schmerzen Achillessehne
- Knieschmerzen, Meniskusprobleme
- Schmerzen im Hinteren Bein, Kreuzbein
- Leistenschmerz
Um nur einige Beispiele zu nennen.
Übung für die vordere Brustkorbmuskulatur
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Hier wird die Beweglichkeit des Musculus pectoralis major, des vorderen großen Brustmuskels im Verbund mit der Armmuskelkette trainiert.
Der Muskel hat seinen Ursprung an den Rippen vorne, mit wenigen Anteilen am Schlüsselbein, und zieht zum Oberarmknochen.
Funktionsstörungen äußern sich in Schmerzen beispielsweise
- der Brustwirbelsäule
- Schulter und Schulterblatt
- Ausstrahlungen in den Arm sind möglich, auch bzw. v.a. mit Kribbeln u. Taubheit der Finger (z.B. typisch Symptome des Carpaltunnelsyndroms)
- Nackenverspannungen
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Indikationen
Was kann behandelt werden?
Alle Symptome und Beschwerden, die in Zusammenhang mit Störungen und Funktionsbeeinträchtigungen der Bewegungsgeometrie des Körpers stehen, sind Indikationen zur Therapie.
Hierzu gehören in erster Linie Schmerzen,
- im gesamten Wirbelsäulenbereich, wie
Hexenschuss,
Bandscheibenschäden,
Chron. Lendenwirbelsäulenbeschwerden,
Brustwirbelsäulensyndrom,
Halswirbelsäulensyndrom,
Ausstrahlungen in Arme oder Beine, mit
möglichen Symptomen, wie Kribbeln, Taubheit und auch
Lähmungserscheinungen in diesen Bereichen.
- in Gelenken, z.B. Knie, Hüfte, Fuß, Arm, Schulter…
- des Kopfes und Migräne
- nach Unfällen, z.B. Schleudertrauma
Ebenso können Symptome, die mit Störungen der Sinnesfunktionen und der Wahrnehmung einhergehen mögliche Behandlungsindikationen sein, wie z.B.
- Schwindel und Gleichgewichtsstörungen
- Konzentrationsstörungen
Was schließt eine Behandlung aus oder schränkt sie ein?
- Bei Vorliegen von systemischen Grunderkrankungen kann die Therapie nur bedingt oder gar nicht möglich sein. Hierzu gehören Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis oder andere wie Morbus Parkinson, auch Diabetes mellitus, um einzelne Beispiele zu nennen. Sie haben zur Folge, dass der Körper, das Gewebe sich in seiner Reaktion verändert, dass Impulse, die gesetzt werden, möglicherweise langsamer oder weniger effektiv umgesetzt werden.
Dies kann, muss aber nicht sein.
- Um den Körper verändern zu können, brauchen Sie Ihre Wahrnehmung und das Bewusstsein. Diese können bei Erkrankungen wie Demenz gestört sein, sowie nach Schädigungen des Gehirns durch Schlaganfall, Blutung, etc.. Ebenfalls Medikamente, die diese Funktionen beeinträchtigen, behindern und verhindern gegebenenfalls die Therapie. Hierzu gehören alle zentral wirksamen Medikamente, v. a. Morphin- oder morphinähnliche Präparate, andere zentralwirksame Schmerzmedikamente sowie Psychopharmaka. Das Vorgehen, wenn Sie solche Medikamente einnehmen, sollte individuell besprochen werden.
- Operationen am Bewegungsapparat, sowie Knochen und Gelenke, Wirbelsäule. Wenn Eingriffe von außen in die Grundlogik und Mechanik des Körpers stattgefunden haben, ist es möglich, dass das Finden der ursächlichen Störungen erschwert wird. Ebenso, dass der Muskel verzögert reagiert, oder dass Störungen sich immer wieder einstellen, weil der Bewegungsablauf grundsätzlich verändert wurde.
All diese oben dargestellten Einflüsse sollten bedacht werden, sie sind jedoch keine absolute Kontraindikation für die Therapie. Oft lässt sich nur durch eine Untersuchung klären, ob eine Therapie möglich ist. In vielen Fällen lohnt es sich, einen Therapieversuch zu starten, da jeder Mensch anders ist und sich auch im Rahmen der Therapie die Reaktion anders verhält.
Ich bitte Sie daher, sowohl bei Fragen betreffend Therapie, Medikamenten, Vorerkrankungen, als auch Indikationen, oder was auch immer Sie bewegt, mit mir persönlich Kontakt aufzunehmen. So kann ich mit Ihnen gemeinsam schon vorab Unklarheiten und Zweifel ausräumen.
Weitere Informationen
Die Untersuchung
Den funktionellen Zustand der Muskulatur kann man vor allem durch Beobachten der Bewegungsabläufe und Bestimmung der Beweglichkeiten beurteilen. Veränderungen und Spannungen ertasten sich am Besten mit den Händen, deshalb ist die körperliche Untersuchung zur Festlegung von Diagnose und Therapie im Sinne der Biokinematik das Mittel der Wahl.
Apparative Untersuchungen bieten die Möglichkeit, zusätzliche und wichtige Informationen zu gewinnen, sind alleine jedoch nicht aussagekräftig. Es gilt der Grundsatz, den Patienten zu behandeln, nicht einen Röntgen- oder Laborbefund.
Sollten Sie Befunde haben, bringen Sie sie gerne zur Mitbeurteilung mit.
Was Sie noch wissen sollten
Erste Voraussetzung zum Gelingen der Therapie ist Ihre Mitarbeit. Sie sollten bereit sein, in gewissen Dingen umzudenken, sowie Zusammenhänge in Bezug auf Körperfunktionen lernen und verstehen zu wollen.
Mit Einleitung von Veränderungen am Muskel, wird dieser sich zunächst erst umbauen müssen. Zudem ist es wahrscheinlich, dass anfangs nicht jede Übung effektiv durchgeführt werden kann, da erst die Eigenwahrnehmung geschult werden muss. Solange sich der Körper im Umbau befindet, kann es vor allem in den ersten 3 - 4 Tagen sein, dass sich Muskelkater entwickelt, Schmerzen oder Symptome sich verstärken oder andere auftreten. Diese sind reversibel und verschwinden, wenn der Bewegungsablauf korrigiert ist.
Es wird oft die Frage gestellt, wann die Schmerzen besser werden. Der Muskel reagiert bei Aktivierung sofort, wird umreguliert und leitet das Längenwachstum ein. Die Dauer, bis Symptomatik verschwindet, ist allerdings nicht nur eine Frage von Zeit, sondern v. a. der Effektivität der Übung, somit der Reize, die zur Verbesserung der Beweglichkeit im betroffenen Bereich führen. Gelingt das direkt, ist die Beeinflussung von Schmerz eine Frage von Tagen. Müssen in den Umbau verschiedene Körperbereiche einbezogen werden, z. B. nach Unfällen, kann es komplexer sein und sich schwieriger gestalten, bis das eigentliche Symptom gelindert wird oder verschwindet.
Generell gilt, erst Korrektur und Veränderung des Muskels, bzw. der betroffenen Strukturen, damit Normalisierung der Mechanik und in der Folge Symptomfreiheit. Die Übung ist die Schmerztherapie. Gerade bei Schmerz sollte man in die Aktivität gehen.
Wie viele Behandlungen sind notwendig?
Solange Sie Ihre Schmerzen selbst noch nicht beeinflussen können, bzw. Sie Ihre Eigenwahrnehmung noch nicht so geschult haben, dass Sie die Übungen effektiv durchführen können, oder noch manuell Störungen korrigiert werden müssen, werden Sie die Ärztin/Therapeutin brauchen.
Gelegentlich kann ein einmaliger Besuch ausreichen, meist wird die Häufigkeit jedoch sehr individuell von der Art des Problems, dessen Komplexität und von der Gesamtkonstitution des Patienten selbst bestimmt.
Andere Therapieformen
Ich habe mich in den letzten Jahren auch mit Homöopathie beschäftigt. Es kann durchaus sinnvoll sein mit dieser Methode unterstützend oder ergänzend zu arbeiten.
Eine andere Vorstellung geht dahin, dass "seelische und/oder körperliche Traumen" uns unterbewusst so beeinflussen, dass die Behandlung von Schmerzen und anderen Symptomen behindert wird und uns in unserem gesamten Wohlbefinden beeinträchtigt. Im Rahmen von Seminaren bei Malcolm Southwood, spiritueller Lehrer und Heiler, habe ich einiges über diese Zusammenhänge, auch in der eigenen Erfahrung, gelernt, ebenso welche Möglichkeiten es gibt, sie freizusetzen. Ich möchte dieses Wissen für die Zukunft gerne in meine Tätigkeit mit einbeziehen.
Die Kosten
Die Abrechnung erfolgt privat nach der Gebührenordnung für Ärzte. Als privat versicherter Patient können Sie die Rechung bei Ihrer Krankenkasse einreichen. Es kann durchaus sein, dass diese die Kosten unvollständig oder nicht übernimmt. Bitte klären Sie das gegebenenfalls vorab mit Ihrer Krankenkasse ab. Anderweitig versicherte Patienten müssen die Kosten selbst tragen.
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